Überblick über den Geschäftsverlauf
Einschätzung des Vorstands zur Auswirkung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung auf den Geschäftsverlauf von Fresenius sowie Beurteilung der Geschäftsentwicklung durch den Vorstand und wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf
Der Fresenius-Konzern erhöhte im Jahresverlauf seine Konzernumsatzprognose einmal und seine Konzernergebnisprognose einmal, trotz des nach wie vor volatilen gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Dieses war insbesondere geprägt durch inflationsbedingte Materialkostensteigerungen, Zollthematiken, Personalengpässe, Tendergeschäft in China und signifikante Wechselkurseffekte.
Insofern war nach Einschätzung des Vorstands 2025 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr für den Fresenius-Konzern.
Fresenius Kabi erreichte ein organisches Umsatzwachstum von 7 %. Das EBIT1 stieg um 7 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 1.413 Mio € (2024: 1.319 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 16,4 % (2024: 15,7 %).
Das organische Umsatzwachstum von Fresenius Helios betrug 7 %. Das EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 1.328 Mio € (2024: 1.288 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,8 % (2024: 10,1 %).
Mit der Dekonsolidierung der Fresenius Medical Care wird dieser ehemalige Unternehmensbereich nach der Equity-Methode bilanziert. Das den Anteilseignern der Fresenius SE & Co. KGaA zuzurechnende Ergebnis wird in einer separaten Zeile innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung „Ergebnis aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen“ berücksichtigt. Ferner sind seit dem Geschäftsjahr 2024 Anteile an der Aceso Topco 1 S.à r.l., die ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert werden, darin enthalten. Im Geschäftsjahr 2025 entfiel das berichtete Ergebnis aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Wesentlichen auf die Fresenius Medical Care und betrug 198 Mio € (2024: 38 Mio €).
Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Im Jahresverlauf 2025 wurden die Konzernumsatzprognose einmal und die Konzernergebnisprognose1 einmal angehoben. Insgesamt wurde damit die Konzernprognose zweimal angehoben.
Die Tabelle „Zielerreichung des Konzerns 2025“ zeigt, wie sich der Ausblick für den Konzern und die Unternehmensbereiche im Verlauf des Geschäftsjahres 2025 entwickelt hat.
Der Umsatz1 stieg im Geschäftsjahr 2025 organisch um 7 % und lag damit am oberen Ende der im August 2025 angepassten Erwartung (Erwartung für 2025: 5–7 % Wachstum; zuvor: 4–6 % Wachstum). Der Anstieg ist auf die anhaltend gute operative Entwicklung bei Fresenius Kabi und Fresenius Helios zurückzuführen.
Das EBIT1 stieg währungsbereinigt um 6 % und lag damit im Rahmen der im November 2025 angepassten Erwartung (Erwartung für 2025: 4–8 % Wachstum; zuvor: 3–7 % Wachstum). Der Anstieg ist auf die gute operativen Entwicklung bei Fresenius Kabi, hier insbesondere der Wachstumsvektoren und Fresenius Helios zurückzuführen. Ferner wirkte eine anhaltende Kostendisziplin in beiden Operating Companies zu einer weiteren Ergebnisverbesserung.
Wir haben 1.001 Mio € in Sachanlagen investiert (2024: 960 Mio €). Gemessen am Konzernumsatz1 lagen die Sachanlageinvestitionen mit 4,4 % unter dem Vorjahreswert von 4,5 % und damit unter der Erwartung (Erwartung für 2025: rund 5 %).
Die Cash Conversion Rate (CCR) betrug 1,1 und lag damit über der Erwartung (Erwartung für 2025: ein Wert von etwa 1).
Das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA betrug 2,7 ×2 (31. Dezember 2024: 3,0 ×2) und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Wir hatten in Aussicht gestellt, dass der Netto-Verschuldungsgrad zum Jahresende 2025 bei einem Wert innerhalb des selbst gesetzten Zielkorridors von 2,5 × bis 3,0 × liegen wird.
Der ROIC betrug 6,6 %1,3 (2024: 6,2 %1,3) und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Für das Gesamtjahr 2025 hatten wir einen Wert von über 6 % in Aussicht gestellt.
Die nichtfinanziellen Erfolgsziele des Fresenius-Konzerns decken die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen medizinische Qualität / Patientenzufriedenheit und Beschäftigte ab und sind in der Vorstandsvergütung verankert. Die nachfolgenden Ist-Werte für das Geschäftsjahr 2025 wurden im Rahmen der Bemessung der Zielerreichung für die kurzfristige variable Vergütung des Vorstands (STI) der Fresenius SE & Co. KGaA ermittelt.
Im Bereich medizinische Qualität erreichte Fresenius Kabi einen Audit & Inspection Score von 0,9 (Zielwert: höchstens 2,3), Fresenius Helios Deutschland einen Inpatient Quality Indicator (G-IQI) Score von 91,9 % (Zielwert: mindestens 88 %) und Fresenius Helios Spanien einen Inpatient Quality Indicator (E-IQI) Score von 77,4 % (Zielwert: mindestens 75 %). Damit haben alle Unternehmensbereiche ihre jeweiligen Zielvorgaben für das Geschäftsjahr 2025 erfüllt.
Im Bereich Beschäftigte lag der Employee Engagement Index (EEI) des Fresenius-Konzerns im Geschäftsjahr 2025 bei 4,14 (Zielwert: 4,33).
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Ziele 2025, publiziert Februar 2025 |
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Zielanpassung / Konkretisierung, publiziert Mai 2025 |
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Zielanpassung / Konkretisierung, publiziert August 2025 |
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Zielanpassung / Konkretisierung, publiziert November 2025 |
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Erreicht 2025 |
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Konzern1 |
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Umsatz (Wachstum, organisch) |
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4–6 % Wachstum |
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Bestätigt |
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5–7 % Wachstum |
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Bestätigt |
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7 % |
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EBIT (Wachstum, währungsbereinigt) |
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3–7 % Wachstum |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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4–8 % Wachstum |
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6 % |
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Operating Companies |
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Fresenius Kabi1 |
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Umsatz (Wachstum, organisch) |
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Mittleres bis hohes einstelliges prozentuales Wachstum |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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7 % |
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EBIT-Marge |
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16–16,5 % (strukturelles Margenband: |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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16,4 % |
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Fresenius Helios1 |
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Umsatz (Wachstum, organisch) |
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Mittleres einstelliges prozentuales Wachstum |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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7 % |
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EBIT-Marge |
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Rund 10 % (strukturelles Margenband: |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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Bestätigt |
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9,8 % |
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1 Vor Sondereinflüssen
2 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils zu aktuellen durchschnittlichen Wechselkursen; pro forma Akquisitionen / Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende; Netto-Finanzverbindlichkeiten adjustiert um den Bewertungseffekt der Umtauschanleihe
3 Pro forma Akquisitionen
Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie im Kapitel Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis.
Das EBITDA errechnet sich aus dem EBIT zuzüglich erfolgswirksamer Abschreibungen und abzüglich erfolgswirksamer Wertaufholungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Investiertes Kapital = Bilanzsumme + kumulierte Goodwill-Abschreibung - aktive latente Steuern - flüssige Mittel - Lieferantenverbindlichkeiten - Rückstellungen (ohne Pensionsrückstellungen) - sonstige nicht verzinsliche Verbindlichkeiten.