ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [E5] Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Angabepflicht |
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Bezeichnung mit Referenz |
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E5 IRO-1 |
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E5 SBM-3 |
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E5-1 |
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Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
E5-2 |
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Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
E5-3 |
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Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
E5-4 |
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E5-5 |
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E5-6 |
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Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (Nutzung der Phase-in-Option) |
Auswirkungen, Risiken und Chancen [E5 SBM-3] Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse hat Fresenius die folgenden wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft identifiziert:
Unter-Unterthema |
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Art des IROs |
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Wertschöpfungskette |
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Zeithorizont |
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Beschreibung |
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Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung; Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen und Abfälle |
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k.A. |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
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Vorgelagert und eigenes Geschäft |
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k.A. |
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Ressourcenverbrauch in der Wertschöpfungskette und im eigenen Geschäft [#12] |
Abfälle |
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k.A. |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
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Eigenes Geschäft |
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k.A. |
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Erhöhtes Abfallaufkommen und eingeschränkte Kreislaufführung aufgrund regulatorischer Vorgaben [#13] |
Ansatz [E5-1] Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Richtlinie zum Umweltschutz
Auf Konzernebene besteht eine zentrale Richtlinie zum Umweltschutz, die u. a. die Themen Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft adressiert. Fresenius verpflichtet sich darin dazu, Ressourcen effizient zu verwenden und nachhaltig beschaffte sowie erneuerbare oder recycelte Materialien als Alternative zu neuen Rohstoffen zu verwenden, soweit es die gesetzlichen Vorschriften zulassen. Das Unternehmen unterstützt den Übergang zur Kreislaufwirtschaft. Deshalb strebt Fresenius an, die Lebensdauer von Materialien zu maximieren, das Abfallaufkommen zu reduzieren und den Anteil der recycelbaren Stoffe in Abfallströmen zu erhöhen. Die Abfallhierarchie (Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, energetische Verwertung, Beseitigung) und Konzepte zur Abfalltrennung sind fester Bestandteil der Abfallbewirtschaftungsverfahren.
Weitere Informationen zur Richtlinie zum Umweltschutz finden Sie im Themenstandard E1 Klimaschutz, Abschnitt E1-2 Ansatz. Ausführungen zu Verantwortlichkeiten und Vorgaben im Vorstand sowie im Aufsichtsrat sind jeweils im Standard ESRS 2, Abschnitt GOV-1 Nachhaltigkeitsorganisation erläutert.
Weitere Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Der Umgang mit Abfall im Gesundheitsbereich ist streng reguliert. Alle Standorte unterliegen den jeweiligen Vorschriften und Gesetzen vor Ort. Zusätzlich sind interne Anforderungen für die Abfallentsorgung in den Standardverfahrensanweisungen zum Umweltschutz enthalten.
Als Gesundheitskonzern gehen für Fresenius die fachgerechte, sichere Abfallentsorgung und die Anforderungen an Hygiene und Sterilität in Produktionsprozessen und Behandlungen in Kliniken Hand in Hand. Der Ansatz reicht von der Auswahl geeigneter Entsorgungsbehälter über Reinigungs- und Sterilisationsverfahren bis hin zur Arbeitssicherheit der Beschäftigten bei der fachgerechten Entsorgung von gefährlichen, z. B. infektiösen Abfällen. Auch für Patientinnen und Patienten sowie für die Umwelt darf der Abfall keine Gefahr darstellen.
Da sich die Geschäftsmodelle der Operating Companies unterscheiden, führt Fresenius das Abfallmanagement dezentral aus. Dafür verantwortlich sind die Leitungsfunktionen der Standorte, lokale EHS(Environment, Health and Safety)-Managerinnen und ‑Manager, Abfallmanagerinnen bzw. ‑manager oder Abfallbeauftragte. Sie bewerten Risiken individuell und legen bei Bedarf interne Richtlinien für den Umgang mit Abfällen fest.
Bei Fresenius Helios in Spanien etwa erfolgt das Abfallmanagement gemäß einem für alle spanischen Kliniken gültigen Verfahren, das die Identifizierung, Klassifizierung, Trennung und Lagerung von Abfällen regelt. Das Verfahren ist dokumentiert und wurde intern veröffentlicht. Zuletzt wurde es im Berichtsjahr aktualisiert.
Die Anforderungen der Richtlinien vermitteln die Verantwortlichen in Schulungen an die Beschäftigten und überprüfen in Kontrollen, dass die Vorgaben eingehalten werden. In den Krankenhäusern ist der richtige Umgang mit Abfällen Teil der Einarbeitung neuer Beschäftigter. Die Standorte führen, wenn erforderlich, lokal weitere Schulungen zur Abfallwirtschaft durch. Die Abfallwirtschaftssysteme von Fresenius sind Teil von internen und externen Audits.
Fresenius Kabi entwickelt ein internes Rahmenwerk, das die Mindestanforderungen für die Berechnung von Produktklimabilanzen (Product Carbon Footprints – PCF) und die Durchführung von Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessments – LCA) definiert und sich an globalen Standards orientiert. Das Rahmenwerk umfasst einen Cradle-to-Gate-Ansatz, der Umweltaspekte wie Treibhausgasemissionen berücksichtigt – von der Rohstoffgewinnung (Cradle) bis zu dem Punkt, an dem das Produkt das Werk verlässt (Gate). Erste Bewertungen ausgewählter Produkte und Verpackungssysteme wurden bereits durchgeführt.
Nachfolgend wird das systematische Abfallmanagement bei Fresenius beschrieben. Es zielt auf eine effiziente Ressourcennutzung ab und darauf, Mensch und Umwelt durch den Umgang mit Abfall so wenig wie möglich zu belasten.
Weitere Ausführungen zum übergreifenden Umweltmanagement sowie den Verantwortlichkeiten finden Sie im Themenstandard E1 Klimawandel, Abschnitt E1-2 Ansatz.
Abfallentsorgung
Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Abfälle liegt bei den lokalen Organisationen und Gesundheitseinrichtungen. Alle Standorte sind aufgefordert, ihren Abfall gemäß lokalen, nationalen und branchenspezifischen Vorgaben zu trennen und unter Berücksichtigung von Umweltschutzmaßnahmen zu lagern. Nicht wiederverwertbare Abfälle werden über Müllverbrennung oder Mülldeponien entsorgt.
Fresenius Kabi erfasst die in den Produktionsstätten, Logistikzentren, Compounding-Zentren und den weiteren ISO-14001-zertifizierten Organisationen anfallenden Abfallmengen und kategorisiert diese nach Abfallarten und Entsorgungsmethoden. Abfälle entstehen dort hauptsächlich als Nebenprodukt von Produktionsprozessen oder in der nachgelagerten Wertschöpfungskette als Verpackungsmaterial der Produktbehälter in Krankenhäusern sowie in privaten Haushalten oder Pflegeeinrichtungen. Dies umfasst sowohl ungefährliche als auch gefährliche Abfälle, z. B. Lösungsmittel, Zytostatika oder Antibiotika.
Den größten Anteil an klassifizierten ungefährlichen Abfällen im Produktionsbereich stellen Kunststoffabfälle dar. Gefährliche Abfälle werden zu einem großen Teil aufbereitet und wiederverwendet. Nicht recycelbare gefährliche Abfälle werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben entsorgt.
Bei Fresenius Helios unterliegt die Sammlung und Entsorgung ungefährlicher krankenhausspezifischer Abfälle aus infektionspräventiver Sicht keinen gesonderten Anforderungen. Diese haben z. B. mit Wund- und Gipsverbänden, Wäsche, Einwegkleidung und Windeln den größten Anteil am Gesamtabfallaufkommen in den Gesundheitseinrichtungen. Potenziell gefährliche Abfälle wie infektiöse Gegenstände oder zytotoxische und zytostatische Abfälle werden speziell fachgerecht entsorgt.
Fresenius Helios in Deutschland hat das Farb- und Behälterkonzept für die Abfallentsorgung im Jahr 2024 überarbeitet, damit es intuitiver verständlich ist. Das neue Konzept wurde sukzessive an allen Kliniken eingeführt. Es soll die falsche Entsorgung von Abfällen verhindern, die zu höheren Kosten und THG-Emissionen führen kann. Im Herbst 2025 startete eine Aufklärungskampagne für die Beschäftigten.
Die Entsorgungswege bei Fresenius Helios wurden im Berichtsjahr nicht flächendeckend erfasst und werden daher nicht weiter konkretisiert.
Abfallreduktion und Recycling
Wenn eine nach ISO-14001-zertifizierte Einheit für die Entwicklung eines Produkts verantwortlich ist, müssen Umweltaspekte bei der Lebenszyklusbetrachtung in der Entwicklungsphase berücksichtigt werden; das umfasst z. B. recycelte Produktbestandteile oder den Verpackungsumfang. Der Einfluss auf die Gestaltung pharmazeutischer Produkte kann aufgrund der Bedeutung der Patientensicherheit und der Anforderungen an die Produktqualität begrenzt sein. Fresenius Kabi versucht, die Umweltauswirkungen seiner Produkte zu reduzieren, z. B. durch die Verringerung des Kunststoffanteils von Behältern, und gleichzeitig die Qualität der Produkte zu gewährleisten.
Auch in den Krankenhäusern von Fresenius gibt es verschiedene Projekte, um die Nutzung von Ressourcen in Form von medizinischen Instrumenten und Hilfsmitteln sowie Verpackungen zu reduzieren und um die Reduzierung, das Recycling, die Vermeidung und die Wiederverwendung von Abfällen zu verbessern. Medizinische Instrumente und Hilfsmittel werden, wenn möglich, gereinigt, sterilisiert und erneut verpackt, um sie wiederverwenden zu können. Ausgenommen davon sind Produkte, die gesetzlich zur einmaligen Nutzung vorgeschrieben sind.
In den deutschen Kliniken wurde zudem eine Initiative von Beschäftigten von Helios Deutschland zur Reduzierung von Verpackungsabfällen bei Hüft- und Knieoperationen umgesetzt. Dafür stellt der Lieferant die wesentlichen OP-Verbrauchsmaterialen hygienisch verpackt in einem standardisierten Paket bereit – statt in einzelnen Verpackungen. Das spart den Beschäftigten Zeit bei der OP-Vorbereitung und reduziert die benötigte Kunststoffmenge im Vergleich zur bisherigen Lösung um rund 80 %.
Fresenius Helios in Spanien hat einen neuen Ansatz zur Reduzierung von gefährlichem Abfall in Operationssälen getestet. Bestimmte Operationen – insbesondere einige orthopädische und urologische Eingriffe – erzeugen große Mengen an flüssigem, gefährlichem Abfall, der in Einwegbehältern gesammelt und anschließend verbrannt wird. Durch den Einsatz eines speziellen Systems kann die Flüssigkeit gefiltert werden, wodurch die zu entsorgende Abfallmenge erheblich reduziert wird. Die Bewertung des Pilotprojekts soll im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden.
Maßnahmen [E5-2] Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Im Berichtsjahr 2025 hat Fresenius keine zentralen Vorgaben für Maßnahmen im Zusammenhang mit Mitteln für die Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft verabschiedet. Derzeit sind Ansätze dafür überwiegend lokal organisiert, den Rahmen geben jedoch die Umweltmanagementsysteme der Operating Companies vor.
Fresenius hat im Berichtsjahr verschiedene Aktivitäten durchgeführt, mit denen tatsächlichen negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft begegnet werden soll. Informationen dazu finden Sie in diesem Themenstandard im Abschnitt E5-1 Ansatz.
Ziele und Ambitionen [E5-3] Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Fresenius ist bestrebt, die Lebensdauer von Materialien zu maximieren, das Abfallaufkommen zu reduzieren und den Anteil der recycelbaren Stoffe in den eigenen Abfallströmen zu erhöhen. Zudem will der Konzern durch ein systematisches Abfallmanagement seinen Materialverbrauch reduzieren und anfallende Abfallmengen minimieren. Darüber hinaus gibt es derzeit kein übergeordnetes Konzernziel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. Fresenius plant, zukünftig ein entsprechendes Ziel festzulegen.
Das Unternehmen verfolgt die Wirksamkeit der eigenen Konzepte, indem es festgelegte Kennzahlen erhebt und auswertet, wie im folgenden Abschnitt dargestellt.
Kennzahlen
Ressourcenzuflüsse [E5-4] Ressourcenzuflüsse
Die Ressourcenzuflüsse im Zusammenhang mit wesentlichen Auswirkungen unterscheiden sich je nach Operating Company.
Die wichtigsten Materialien für die Produktion von Fresenius Kabi sind Arzneistoffe (Active Pharmaceutical Ingredients – API) und Trägerstoffe, gefolgt von Kunststoffteilen sowie Primär- und Sekundärverpackungen.
In den Gesundheitseinrichtungen von Fresenius Helios sind Verbrauchsmaterialien für die Pflege sowie für die medizinische Behandlung, Pharmazeutika und Prothesen die wesentlichen Ressourcenzuflüsse.
In der vorgelagerten Lieferkette werden für die Herstellung der Produkte und Vorprodukte, die der Konzern bezieht, verschiedene Rohstoffe und Vorprodukte wie Metalle, Plastik, Silikon- und Gummikomponenten, Wasser, Holz, Chemikalien, tierische und pflanzliche Produkte eingesetzt. Der Umgang mit Konfliktmineralien wird im Themenstandard S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, Abschnitt S2-1 Ansatz dargelegt.
Fresenius bezieht zudem biologische Materialien für die Produktherstellung, wie bestimmte Fisch-, Sojabohnen-, Sonnenblumen- und Rapsöle, mit Zertifikat für eine nachhaltige Beschaffung, z. B. Fischöl mit Friend of the Sea®-Zertifizierung oder Sojabohnenöl mit ProTerra-Standard™.
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2025 |
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2024 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Gesamtgewicht der verwendeten Produkte sowie technischer und biologischer Materialien, in t |
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457.057 |
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446.986 |
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Davon Gewicht wiederverwendeter Komponenten, Produkte und Materialien, in t |
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– |
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– |
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Davon Gewicht wiederverwendeter Komponenten, Produkte und Materialien, in % |
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– |
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– |
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Prozentualer Anteil nachhaltig beschaffter biologischer Materialien für Produkte und Dienstleistungen, in %1 |
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1,0 |
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1,7 |
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Um das Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Produkte sowie der technischen und biologischen Materialien anzugeben, hat Fresenius je nach Operating Company unterschiedliche Annahmen getroffen. So war die zugrunde liegende Annahme für Fresenius Helios, dass sich die jeweiligen Mengen von Materialabflüssen und Materialzuflüssen gleichen. Um verbrauchte Materialien zu dokumentieren, die nicht im Materialabfluss erfasst werden (z. B. Lebensmittel und Arzneimittel wie Infusionen), wurde der entsprechende Einkaufswarenwert mit einem Umrechnungsfaktor in Kilogramm umgerechnet und zum Materialabfluss addiert.
Bei Fresenius Kabi basieren die angegebenen Mengen der verbrauchten Materialien auf dem Materialgewicht, multipliziert mit der in Rechnung gestellten Menge. Die Gewichtsdaten für Materialien basieren größtenteils auf Stammdaten. In manchen Fällen, z. B. bei fehlenden Stammdaten, werden die Gewichtsangaben manuell auf Grundlage von Informationen der Lieferanten oder Durchschnittswerten angepasst.
Ressourcenabflüsse [E5-5] Ressourcenabflüsse
Produkte und Materialien
Fresenius Kabi stellt medizinische Geräte wie Infusionspumpen und Ausrüstung für die Blutentnahme und ‑verarbeitung her. Als Mehrweggeräte sind alle Geräte für eine Lebensdauer von mehreren Jahren ausgelegt und können von geschultem und zertifiziertem Servicepersonal nach Fehlerdiagnosen repariert werden. Dazu stellt Fresenius Kabi entsprechende Handbücher bereit und fertigt an seinen Produktionsstandorten entsprechende Ersatzteile. Wird die Produktion eines Geräts eingestellt, werden Ersatzteile für sieben bis zehn Jahre auf Lager gehalten, um eine Reparatur weiterhin zu ermöglichen. Außerdem stellt Fresenius Kabi den Kunden notwendige Software-Updates zur Verfügung.
Fresenius stellt eine Vielzahl von Produkten her, deren Haltbarkeit bei regelmäßiger Wartung zwischen 7 und 15 Jahren liegt. Für alle Produkte empfiehlt das Unternehmen entsprechende Wartungsintervalle, die abhängig von deren Anwendung bzw. bei Batterien abhängig von der zeitlichen Nutzung sind. Aufgrund der Menge unterschiedlicher Produkte sind diese hier nicht einzeln aufgeführt. Das AmiCORE Apherese System, als ein Beispiel, wird bei Blutspenden eingesetzt und hat eine Lebensdauer von mindestens 7 Jahren oder 7.000 Behandlungsstunden. Angaben zu Branchendurchschnitten können zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund fehlender Daten nicht gemacht werden.
Im medizinischen Bereich werden aus hygienischen Gründen Einwegartikel benötigt, deren Reparierbarkeit nicht bewertet wird. Daneben verfügt Fresenius über kein etabliertes Bewertungssystem, um die Reparierbarkeit genutzter Mehrwegprodukte zu evaluieren.
Die Möglichkeiten zum Recycling medizinischer Produkte sind eingeschränkt. Unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben und Hygieneanforderungen versucht Fresenius, Recyclingkreisläufe zu schließen. Erzeugnisse aus Papier wie Handbücher und Verpackungen, darunter alle Wellpappverpackungen und Faltschachteln, sind recycelbar. Das Unternehmen erfasst den Recyclinganteil der eigenen Produkte noch nicht systematisch.
Abfälle1
Aufgrund der vielfältigen Aktivitäten von Fresenius liegt eine Vielzahl von Abfallströmen vor. Bei Fresenius Kabi entstehen in der Produktion etwa Plastik-, Papier- und Kartonabfälle, Holzabfälle, Elektronikabfälle, Metallabfälle, Glasmüll, organische Abfälle, Restmüll, Abbruch- und Bauabfälle, nicht gefährliche pharmazeutische Abfälle, nicht gefährliche Klärschlämme aus industriellen Abwässern sowie gefährliche Abfälle. Bei Fresenius Helios entstehen infektiöse und nicht infektiöse Krankenhausabfälle, Elektronikabfälle von medizinischem Equipment, Lebensmittelabfälle der Kantinen, Bauschutt von Umbauarbeiten, chemische Abfälle von Laborarbeiten sowie Haushaltsmüll wie Verpackungs-, Papier- und Restabfall. Zu den Materialien, die in den Abfällen enthalten sind, zählen Biomasse, Kunststoffe, Chemikalien, Arzneimittel, Textilien, Papier, Metalle, Glas, Holz, Bauschutt und Aluminium.
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2025 |
|
2024 |
|---|---|---|---|---|
Gesamtmenge nicht recycelter Abfall, in t |
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89.414 |
|
97.448 |
Prozentualer Anteil nicht recycelter Abfall |
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59,1 |
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60,3 |
in t |
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2025 |
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2024 |
|---|---|---|---|---|
Gesamtmenge gefährlicher Abfall |
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25.549 |
|
29.314 |
Davon von der Entsorgung ausgenommen |
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15.036 |
|
20.704 |
Wiederverwendung |
|
34 |
|
28 |
Recycling |
|
8.389 |
|
10.977 |
Sonstige Wiederverwertungsverfahren |
|
6.613 |
|
9.699 |
Davon zur Entsorgung bestimmt |
|
10.512 |
|
8.610 |
Verbrennung |
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1.173 |
|
949 |
Deponierung |
|
2.895 |
|
1.600 |
Sonstige Arten der Entsorgung |
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6.444 |
|
6.061 |
Gesamtmenge ungefährlicher Abfall |
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125.686 |
|
132.410 |
Davon von der Entsorgung ausgenommen |
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96.415 |
|
96.858 |
Wiederverwendung |
|
560 |
|
1.296 |
Recycling |
|
53.431 |
|
53.299 |
Sonstige Wiederverwertungsverfahren |
|
42.424 |
|
42.263 |
Davon zur Entsorgung bestimmt |
|
29.271 |
|
35.552 |
Verbrennung |
|
935 |
|
1.192 |
Deponierung |
|
11.456 |
|
13.466 |
Sonstige Arten der Entsorgung |
|
16.880 |
|
20.894 |
Gesamtmenge Abfall |
|
151.234 |
|
161.723 |
Davon von der Entsorgung ausgenommen |
|
111.451 |
|
117.562 |
Davon zur Entsorgung bestimmt |
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39.783 |
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44.162 |
Die Gesamtmenge der im Berichtsjahr angefallenen gefährlichen Abfälle betrug 25.549 t (2024: 29.314 t). Radioaktive Abfälle gab es keine.
Fresenius erfasst die Gesamtabfallmenge nach den europäischen Abfallschlüsseln, sofern regulatorisch vorgeschrieben, oder freiwillig. Darüber hinaus gibt es Länder, in denen lokale Abfallschlüssel angewendet werden. Diese Werte überführt das Unternehmen für die Konsolidierung in seine auf den europäischen Abfallschlüsseln basierende Systematik. Falls die Weiterverarbeitungsmöglichkeit (z. B. Recycling, Wiederverwendung oder Verbrennung) bekannt ist, kategorisiert Fresenius die Abfälle entsprechend und summiert sie. Ist die Weiterverarbeitungsart nicht bekannt, werden länderspezifische Statistiken zur Verteilung auf Wiederverwertungs- und Entsorgungsarten verwendet. Die Gesamtabfallmenge der folgenden Einheiten basieren auf Daten pro FTE (Full-time Equivalent – Vollzeitäquivalent), die am Standort Bad Homburg erhoben werden: Medizinische Versorgungszentren, Büros, Forschung und Entwicklung betreibende Standorte, Standorte ohne Daten und Beschäftigte des Segments Corporate / Sonstige außerhalb Bad Homburgs.
An Standorten mit ISO-14001-Zertifizierung werden die Abfallmanagementsysteme, über die auch die Kennzahlen erhoben werden, von einem externen Auditor geprüft. Der Auditor legt dabei jeweils die zu prüfenden Einzelaspekte fest.
1 Die noch verbliebenen Einheiten von Fresenius Vamed sind ab Geschäftsjahr 2025 nicht mehr in den Abfalldaten enthalten. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist gemäß der Recalculation Policy nicht wesentlich, daher wurde keine Neuberechnung vorgenommen.