Was ist eigentlich … ein Krankenhaus-Cluster?
Fresenius Helios hat seine rund 80 Kliniken in Deutschland in 21 Clustern zusammengefasst. Ein Cluster ist ein Verbund von durchschnittlich drei bis vier Krankenhäusern in einer Region, die eng zusammenarbeiten. Dazu gehören kleinere Kliniken in Wohnortnähe, spezialisierte Fachkliniken und große Zentren für komplexe Behandlungen.
Ziel ist es, die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen sowie gleichzeitig die medizinische Qualität und Effizienz weiter auszubauen. In einem Cluster übernimmt jedes Krankenhaus eigene Aufgaben, die zu ihrem Schwerpunkt passen. Anspruchsvolle, komplexe Eingriffe werden in Zentren mit viel Erfahrung durchgeführt, während andere Krankenhäuser die wohnortnahe Versorgung gewährleisten. Die gemeinsame Nutzung von Fachwissen, Geräten und Infrastruktur sowie die enge Zusammenarbeit zwischen den medizinischen Fachabteilungen ermöglichen eine aufeinander abgestimmte und zugleich hochwertige Versorgung. Gleichzeitig werden Doppelstrukturen vermieden. Dadurch können Patientinnen und Patienten dort behandelt werden, wo sie am besten versorgt werden können.
Zu den Clustern gehören auch die mehr als 200 Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) von Helios – also ambulante Praxen für Untersuchungen und Behandlungen ohne Krankenhausaufenthalt. Durch eine enge Verzahnung zwischen Kliniken und MVZ sollen Termine, Diagnosen und Therapien besser koordiniert und die Behandlungsabläufe weiter verbessert werden. Digitale Angebote, etwa Videosprechstunden oder der elektronische Austausch wichtiger Befunde, erleichtern die Zusammenarbeit zusätzlich.
Mit der Clusterbildung greift Helios zentrale Elemente der Krankenhausreform in Deutschland frühzeitig auf. Die Reform verfolgt das Ziel, Versorgungsstrukturen stärker miteinander zu vernetzen, um Qualität und Effizienz in der Versorgung zu erhöhen. So soll eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung in Deutschland langfristig sichergestellt werden.