Unser Anspruch an das Fokusthema Menschenrechte
Wir bekennen uns zur Achtung der Menschenrechte.
Die Achtung der Menschenrechte ist integraler Bestandteil der Verantwortung, die wir als weltweit tätiger Gesundheitskonzern tragen. In unserer Menschenrechtserklärung bekennen wir uns zu dieser Verantwortung, in unserem eigenen Geschäftsbereich sowie entlang unserer Wertschöpfungskette.
Was das konkret bedeutet, stellen wir beispielhaft in der nachfolgenden Grafik dar. Sie zeigt, wie Menschen mit unserem Unternehmen in Berührung kommen.
Potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen in der Wertschöpfungskette
1 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Anjing und Lisa arbeiten an Vorprodukten. Diese beziehen wir von unseren Lieferanten. In unseren eigenen Fertigungsstätten verarbeiten wir sie dann weiter, beispielsweise zu Medizintechnik, die in Krankenhäusern bei der Behandlung von Menschen hilft. Von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie unsere menschenrechtlichen Grundsätze achten – auch in ihrer Wertschöpfungskette. Die Grundlage dafür bilden unsere Menschenrechtserklärung und unsere Verhaltenskodizes für Geschäftspartner. Denn auch bei der Arbeit von Menschen wie Anjing und Lisa, die tief in unserer Wertschöpfungskette tätig sind, können menschenrechtliche Risiken entstehen oder auch Menschenrechte verletzt werden. Im Rahmen unseres Einflussvermögens setzen wir uns für entsprechende vorbeugende oder Abhilfe schaffende Maßnahmen ein.
2 – Anwohnerinnen und Anwohner
Dunya wohnt mit ihren Kindern neben einer unserer Produktionsstätten. Auch wenn sie nicht an Vorprodukten arbeitet oder bei Fresenius tätig ist, sind ihre Menschenrechte zu achten. So ist Fresenius z. B. dafür verantwortlich, Wasser- und Luftverschmutzung oder unverhältnismäßige Lärmbelästigung zu vermeiden, um so das Wohlergehen von Menschen wie Dunya und ihren Kindern zu unterstützen.
3 – Beschäftigte unseres Geschäftspartners
Alejandro arbeitet für ein Logistikunternehmen, das Fresenius beim Transport von Arzneimitteln und Medizintechnik unterstützt. Als direkter Vertragspartner ist das Unternehmen ein wichtiger Teil unserer Wertschöpfungskette. Wir folgen einem risikobasierten Ansatz und analysieren mögliche Auswirkungen auf Menschen wie Alejandro. Wenn es geboten ist, leiten wir zusätzliche Präventionsmaßnahmen ein.
4 – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Chi, Benjamín, Shiva und Carmen arbeiten für Fresenius. Trotz unterschiedlicher Berufe und Aufgabenbereiche haben sie eines gemeinsam: Fresenius ist als Arbeitgeber für die Achtung ihrer Menschenrechte im betrieblichen Kontext verantwortlich. Dazu gehört z. B. die Arbeitssicherheit durch angemessene Schutzausrüstung im Umgang mit Patientinnen und Patienten. Oder auch, dass Menschen wie Chi, Benjamín, Shiva und Carmen im Umgang mit Betriebsmitteln geschult werden und mindestens die gesetzlichen Pausen- und Ruhezeiten einhalten.
5 – Patientinnen und Patienten
Wie für Millionen andere setzen wir uns täglich für die Gesundheit von Najuk und Valentina ein. Ob in der Klinik, zu Hause oder ambulant – sie sind Teil unserer Wertschöpfungskette. Während Najuk im Krankenhaus behandelt wird, erhält Valentina zu Hause unsere Medikamente. Das Wohl von Najuk, Valentina und all unseren Patientinnen und Patienten steht im Mittelpunkt unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht.
Unser Menschenrechtsprogramm auf einen Blick
Mit unserem konzernweiten Menschenrechtsprogramm wollen wir unsere Menschenrechtserklärung in die Praxis umsetzen. Die Basis bilden regelmäßige Risikobewertungen mit Blick auf unsere eigenen Aktivitäten und auf die unserer Lieferanten. Denn nur wenn wir die Risiken kennen, können wir angemessene Präventions- und Abhilfemaßnahmen ergreifen. Unser Menschenrechtsprogramm umfasst auch ein Hinweisgebersystem: Hier nehmen wir Hinweise auf mögliche Verstöße entgegen und gehen diesen nach. Außerdem dokumentieren wir unsere Aktivitäten und Maßnahmen und berichten über unsere Fortschritte.
Unser Menschenrechtsprogramm orientiert sich an international anerkannten Standards und Rahmenwerken. Dazu gehören die UN-Menschenrechtscharta, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie der OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln.
Unsere Menschenrechtserklärung finden Sie hier.
Lasse Kowalewski
Head of Fresenius Group Human Rights Office
„Bei unserem Engagement für Menschenrechte geht es nicht nur um die Umsetzung gesetzlicher Vorschriften oder um eine Floskel. Es steht in engem Zusammenhang mit unseren Werten und unserem Versprechen: Committed to life.“
Gemeinsamer Einsatz für höhere Standards in den Lieferketten
Fresenius Kabi ist assoziiertes Mitglied der Pharmaceutical Supply Chain Initiative (PSCI), einem Zusammenschluss führender Pharma- und Gesundheitsunternehmen. Ziel der Initiative ist es, verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement zu fördern. Die PSCI-Prinzipien setzen Standards und geben Leitlinien zu Ethik, Arbeitsrechten, Gesundheit und Sicherheit, ökologischer Nachhaltigkeit und Managementsystemen für Lieferanten vor.
Fresenius Kabi arbeitet aktiv daran, die Anforderungen für die volle PSCI-Mitgliedschaft zu erfüllen und seine Zusammenarbeit in der Lieferkette kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung eines Auditprogramms für Nachhaltigkeit in der Lieferkette, dessen Rollout für 2026 geplant ist.
Marco Krämer
Director Supplier Quality Management & Human Rights Function bei Fresenius Kabi
„Die Mitgliedschaft in der PSCI eröffnet nicht nur den Zugang zu gemeinsamen Lieferantenaudits und Schulungen für unsere Zulieferer – durch unser Engagement in PSCI-Arbeitsgruppen leisten wir einen konkreten Beitrag, globale Standards weiterzuentwickeln. Zudem treiben wir unsere eigenen Fortschritte im verantwortungsvollen Lieferkettenmanagement konsequent voran.“