Wie Fresenius Kabi den Zugang zu lebenswichtigen Therapien in der täglichen Versorgung unterstützt
Fortschritte in der Gesundheitsversorgung entstehen nicht nur durch bedeutende medizinische Innovationen. Ebenso ausschlaggebend ist in der täglichen Praxis der zuverlässige Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten, Medizinprodukten und Ernährungstherapien. Diese Therapien bilden die Grundlage für eine sichere und wirksame Versorgung und ermöglichen es dem medizinischen Fachpersonal, Behandlungen Tag für Tag konsequent durchzuführen. Fresenius Kabi trägt dazu bei, die dauerhafte Verfügbarkeit von bezahlbaren, hochwertigen Therapien zu gewährleisten, und arbeitet dafür eng mit Partnern im Gesundheitswesen zusammen.
Unser Beitrag auf einen Blick
Versorgte Patientinnen und Patienten: 2025 haben wir 450 Millionen Menschen mit lebenswichtigen Medikamenten, Medizinprodukten und Ernährungstherapien versorgt.
Lebenswichtige Medikamente: In den USA werden 67 % der von Fresenius Kabi im Jahr 2025 ausgelieferten intravenösen Arzneimittel von der US-Arzneimittelbehörde FDA als lebenswichtige Arzneimittel geführt. In Europa stehen 69 % der 2025 verkauften Generika-Produkte von Fresenius Kabi auf der von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) erstellten Unionsliste kritischer Arzneimittel.
Bezahlbarkeit und Systemnutzen: Der Zugang zu hochwertigen Generika und Biosimilars kann eine kostenbewusste Gesundheitsversorgung unterstützen und den Gesundheitssystemen helfen, den Behandlungsbedarf zu bewältigen (Quelle: Medicines for Europe1).
Impact Stories aus verschiedenen Ländern
Beispiele aus der täglichen Versorgung zeigen, wie zuverlässige Versorgungsstrukturen, Zusammenarbeit und fachliche Expertise in verschiedensten Bereichen eine patientenorientierte Versorgung ermöglichen. Die folgenden Fallbeispiele veranschaulichen, wie sich das Engagement von Fresenius Kabi bei der Bereitstellung von medizinischer Versorgung praktisch auswirkt – sie zeigen, wie der Zugang zu lebenswichtigen Therapien für Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen einen entscheidenden Unterschied macht und gleichzeitig das Gesundheitssystem entlastet.
1 – Deutschland: verbesserte Versorgungskontinuität durch individuelle Ernährungstherapie zu Hause
Wenn herkömmliche Versorgungswege an ihre Grenzen kommen, kann der Zugang zu spezialisierten Ernährungstherapien Patientinnen und Patienten mit komplexen Bedürfnissen weitere Optionen bieten. Wie bei Sonja: Nach einer langen und medizinisch anspruchsvollen Behandlung verschlechterte sich Sonjas Gesundheitszustand so sehr, dass sie in die Palliativversorgung überführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt standen im Rahmen der bestehenden Versorgung keine weiteren Ernährungsoptionen zur Verfügung.
Ein spezialisiertes Homecare-Pflegeteam von Fresenius Kabi beurteilte ihre Situation neu und veranlasste eine individuell angepasste parenterale Ernährung zu Hause. Die Therapie wurde begleitet von enger Überwachung, regelmäßigen Dosisanpassungen und praktischer Schulung. Im Laufe der Zeit gewann Sonja wieder an Kraft, Unabhängigkeit und Lebensqualität. Ihr Beispiel zeigt, wie der Zugang zu spezialisierten Ernährungstherapien eine durchgängige Versorgung ermöglichen und Patientinnen und Patienten helfen kann, in vulnerablen Phasen ihre Selbstständigkeit und Würde zu bewahren.
2 – Brasilien: Stärkung der Gesundheitskompetenz in der Krebsversorgung
Für Patientinnen und Patienten mit Leukämie oder Lymphomen und ihre Familien kann es sehr komplex sein, sich in den verschiedenen Behandlungspfaden zurechtzufinden. Ungleicher Zugang zu verlässlichen Informationen, fragmentierte Versorgungsstrukturen und logistische Hürden können eine ohnehin schon schwierige Situation weiter erschweren.
Partnerschaften zur Patientenunterstützung können dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Durch das Firmensponsoring von ABRALE, dem führenden Patientenverband für Blutkrebs in Brasilien, erhalten Patientinnen und Patienten sowie Pflegekräfte während des gesamten Krankheitsverlaufs Zugang zu strukturierten Informationen, Beratung und Unterstützung. Dies trägt zu einer verbesserten Gesundheitskompetenz, weniger Informationslücken und mehr Selbstvertrauen bei Familien bei, die sich in der komplexen Krebsversorgung orientieren müssen. Daran wird deutlich, wie Partnerschaften einen gerechteren Zugang zu Informationen innerhalb der Gesundheitssysteme fördern können.
Bis Ende 2024 betreute ABRALE bereits rund 57.000 Patientinnen und Patienten.
3 – Österreich: Anpassung der Immuntherapie an die Bedürfnisse von Kindern
Kinder mit schweren immunvermittelten Erkrankungen benötigen Therapien, die an ihre Körpergröße und an klinische Gegebenheiten angepasst sind. Viele Technologien wurden jedoch nicht unter Berücksichtigung pädiatrischer Bedürfnisse entwickelt. So ist für Kinder mit schweren immunvermittelten Erkrankungen die extrakorporale Photopherese (ECP) eine lebenswichtige Behandlungsoption. Frühere Systeme sind jedoch oft mit langwierigen Verfahren verbunden und für den pädiatrischen Einsatz nur begrenzt geeignet.
Mit der Einführung von Amicus Blue können Behandlungsteams die ECP-Therapie besser an die Größe und den Zustand der Kinder anpassen. Die Krankenhäuser verfügen damit nun über eine Option, die besser auf die Besonderheiten bei der Behandlung von Kindern abgestimmt ist, wodurch sich die Behandlungsbelastung verringern lässt und eine angemessenere Versorgung für besonders vulnerable junge Patientinnen und Patienten ermöglicht wird. Dieses Beispiel unterstreicht, wie die Weiterentwicklung etablierter Technologien die Durchführung komplexer Therapien im pädiatrischen Bereich verbessert.
4 – USA: Stärkung der Versorgungssicherheit in der Onkologie
In den USA sind onkologische Kliniken weiterhin mit Engpässen bei generischen Krebsmedikamenten konfrontiert, was eine anhaltende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit darstellt. Diese Versorgungsengpässe können die Behandlungsplanung erschweren und sowohl bei medizinischem Fachpersonal als auch bei Patientinnen und Patienten große Unsicherheit auslösen sowie in einigen Fällen die Behandlungsergebnisse gefährden.
Um diesem Risiko entgegenzuwirken, zielt das Projekt GOLD (Generic Oncology Lifesaving Drugs) – ein Multi-Stakeholder-Pilotprojekt, das von Angels for Change initiiert wurde und bei dem Fresenius Kabi Gründungsmitglied ist, gemeinsam mit zwei weiteren Industriepartnern – darauf ab, den Zugang von Patientinnen und Patienten zu lebenswichtigen onkologischen Arzneimitteln zu sichern. Die Initiative soll Lieferengpässen vorbeugen, indem sie einen strategischen Pufferbestand essenzieller onkologischer Injektionspräparate in den USA vorhält. Integriert in die Drug Crisis Hotline und das Global Supply Sharing Network von Angels for Change ermöglicht sie eine Echtzeit-Transparenz über dringende Bedarfe sowie eine schnelle Bereitstellung bei Lieferengpässen.
Durch die Stärkung der Resilienz entlang der Lieferkette für generische Onkologika trägt Project GOLD dazu bei, die Kontinuität der Versorgung sicherzustellen und liefert zugleich einen skalierbaren, langfristigen Ansatz zur Reduzierung versorgungsbedingter Risiken auf nationaler Ebene.
5 – USA: Versorgungskontinuität bei seltenen Immunerkrankungen
Für Patientinnen und Patienten mit seltenen Immunerkrankungen wie dem variablen Immundefektsyndrom, kurz CVID, ist ein lückenloser Zugang zu einer intravenösen Immunglobulintherapie lebenswichtig. Unterbrechungen in der Bereitstellung von Blutplasma können schnell zu gravierenden Gesundheitsrisiken führen.
Cannan lebt mit CVID. Der zuverlässige Zugang zu aus Blutplasma gewonnenen Immunglobulintherapien ermöglicht Patientinnen und Patienten wie ihm eine kontinuierliche Behandlung und einen besser planbaren Tagesablauf. Fresenius Kabi unterstützt diese Kontinuität der Versorgung, indem das Unternehmen medizinische Technologien bereitstellt, die eine sichere und effiziente Plasmaspende ermöglichen – ein essenzieller erster Schritt für die Herstellung zuverlässiger plasmaderivierter Therapien. Eine verlässliche Plasmagewinnung bildet die entscheidende Grundlage für eine kontinuierliche Behandlung und ein langfristiges Krankheitsmanagement. Cannans Geschichte verdeutlicht die menschliche Dimension einer verlässlichen Plasmaversorgung: Ein kontinuierlicher Therapiezugang hält Patientinnen und Patienten in Behandlung, reduziert die Belastung für Familien und gewährleistet eine kontinuierliche Versorgung von Menschen mit seltenen Immunerkrankungen.
6 – Vereinigtes Königreich: komplexe Ernährungsversorgung zu Hause
Für Menschen, die auf parenterale Ernährung zu Hause angewiesen sind, kann der Alltag eng an Krankenhausroutinen gebunden sein, was ihre Unabhängigkeit einschränkt und das Familienleben beeinträchtigt.
Im Vereinigten Königreich ermöglichen spezialisierte Pflegekräfte von Fresenius Kabi den Patientinnen und Patienten die sichere Versorgung mit parenteraler Ernährung zu Hause. Durch regelmäßige Besuche, Überwachung und praktische Schulungen werden Patientinnen und Patienten dabei unterstützt, ihre Therapie außerhalb des Krankenhauses selbstständig zu managen. Für Menschen, die mit Erkrankungen wie Morbus Crohn leben oder sich von einer Darmkrebsbehandlung erholen, kann dieses Versorgungsangebot dazu beitragen, wieder zu einem geregelten Alltag und mehr Selbstständigkeit zu kommen. Das Beispiel zeigt, wie Homecare-Modelle die Gesundheitsversorgung über die Versorgung im Krankenhaus hinaus erweitern und eine besser zugängliche und patientenorientierte Versorgung ermöglichen.
7 – Kolumbien: verbesserter Zugang zu Behandlungen durch Biosimilars
Das Leben mit einer chronischen Erkrankung kann mit anhaltender körperlicher Belastung und Unsicherheit in Bezug auf den Zugang zu wirksamen Behandlungen verbunden sein. Für Menschen wie Gloria wirkten sich die Sorgen um die langfristige Bezahlbarkeit und Kontinuität der Behandlung sowohl auf ihre Gesundheit als auch auf ihr Gefühl von Sicherheit und Unabhängigkeit negativ aus.
Durch ein Biosimilar von Fresenius Kabi erhielt Gloria Zugang zu einer kostengünstigeren Behandlungsoption, die denselben Standards bei Sicherheit und Wirksamkeit entspricht wie das Referenz-Biologikum. Die zuverlässige Verfügbarkeit dieser Therapie unterstützte bei Gloria das laufende Krankheitsmanagement und verringerte ihre Sorgen bezüglich Behandlungsunterbrechungen. Ihre Erfahrung verdeutlicht, welche Rolle Biosimilars dabei spielen, den Zugang zu lebenswichtigen Therapien zu verbessern, insbesondere für Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen. Indem sie die Bezahlbarkeit und Kontinuität der Behandlung verbessern, können Biosimilars einen sozialen Mehrwert bieten, der über die einzelnen Patienten hinausgeht.
1 Quelle: Medicines for Europe; IQVIA, „Beneath the Surface: Unravelling the True Value of Generic Medicines“, 2024